Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1831) Reise von Nantes nach den Antillen, und dann nach Schottland, England und der Insel Walcheren : mit besonderer Hinsicht auf den Charakter und die Lebensart der Seeleute / T.F.M. Richter
Entstehung
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den antilliſchen Inſeln. Die Geſtade zeigen abwech⸗ ſelnd ausgebreitete Pflanzungen von Kaffeebaͤumen, Zuckerrohr, Baumwolle⸗ und Indigo⸗Gewaͤchſen, die mit anmuthigen Wohnſitzen, herrlichen Obſtgaͤrten und reichen Gemuͤſefeldern untermiſcht ſind. Im Hinter⸗ grunde ragen dicht bewaldete Berge, deren dunkles Gruͤn dem Ganzen eine reizende Schattirung gibt, daruͤber hervor. Viele dieſer Berge haben eine bedeu⸗ tende Hoͤhe. Derjenige, welchen man den kahlen Berg (montagne pelée) nennt, zeichnet ſich vor allen uͤbrigen aus. Er umfaßt den ganzen noͤrdlichen Theil des Eilandes, indem er nur allmaͤhlich aufwaͤrts ſteigt, bis die kahle Felſenſpitze in den Wolken ſich verliert. Da er demnach mit dem Aetna, dem Veſuv und andern großen Vulkanen viel Aehnlichkeit hat, ſo glaubt man, daß er vor Alters ebenfalls gebrannt habe. Dieſe Meinung wird auch durch Sagen aus der Vorzeit, ſo wie durch den Umſtand unterſtuͤtzt, daß auf dem Gipfel deſſelben ein tiefer See ſich befindet, der wahrſcheinlich ein eingeſtuͤrzter Krater iſt, welchen die Ergießungen der ihn beſtaͤndig umſchwebenden Wolken gefuͤllt haben. Ueberdieß beweiſen die vielen warmen Quellen und die haͤuſigen Erdbeben auf Martinique, daß dieſe Inſel noch immer ein unterirdiſches Feuer naͤhrt, das fruͤher oder ſpaͤter neue Ausbruͤche befuͤrchten laͤßt.

Gegen Aufgang der Sonne fuhren wir bei St.

Pierre voruͤber. Dieſe Stadt liegt am offenen Geſtade,

auf einem ſchmalen, ſteilen Huͤgel, wo ſie in einer ein⸗