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und ließ, da die Zeit der Wache ſchon laͤngſt abgelau⸗ fen war, ſogleich zum Abloͤſen rufen. Um jedoch das begangene grobe Dienſtverſehen, welches, wenn es dem Commandanten zu Ohren kam, auf das ſtrengſte be⸗ ſtraft worden waͤre, zu verheimlichen, ſuchte er es dahin zu bringen, daß der Ueberreſt des gefaͤhrlichen Getraͤnks der abloͤſenden Mannſchaft uͤberlaſſen wurde, um ihr dadurch Stillſchweigen aufzulegen. Dieſe leerte nun in wenigen Minuten das Faß bis auf den Boden aus, worauf ſie bemuͤht war, die Spuren, welche das naͤchtliche Trinkgelag uͤberall auf den Dielen zuruͤckge⸗ laſſen hatte, durch Waſchen zu vertilgen. Mittlerweile kamen auch die berauſchten Franzoſen wieder zur Be⸗ ſinnung, und aͤrgerten ſich weniger uͤber den Verluſt ihres Weins, als daruͤber, daß ſie die ſchoͤne Gelegen⸗ heit, ſich frei zu machen, vernachlaͤſſigt hatten, und noch obendrein die Spoͤttereien der Englaͤnder uͤber
ihre Einfalt anhoͤren mußten.
Dem allen machte das Erſcheinen des Comman⸗ danten ein Ende, indem es ploͤtzlich durch alle Theile des Schiffes die groͤßte Stille und Ordnung verbreitete.—
Um dieſe Zeit begann es heller Tag zu werden. Jedes Auge ward nun gefeſſelt von dem Anblick der Inſel Martinique, mit ihren uͤppigen buntfarbigen Fluren, welche— wie dieß den fruchtbaren Tropenlaͤn⸗ dern eigen iſt,— der Nachtthau erfriſcht und dadurch mit neuen Reizen geſchmuͤckt hatte.
Martinique iſt unſtreitig eine der ſchoͤnſten unter


