172 zu Weiberhuͤten, welcher hoch iſt, wird uͤber einer hoͤl⸗ zernen Form gemacht.— Die in Canton errichtete Glasfabrik bedarf noch mancher Verbeſſerung; die dor⸗ tigen Spiegel kann man unſern ſchlechteſten nicht an die Seite ſtellen.— Der Schuhmacher und Schneider habe ich ſchon oben gedacht; hier erwaͤhne ich nur noch, daß erſtere bei der Arbeit auf runden Seſſeln, und letztere mit untergeſchlagenen Beinen auf erhoͤhten Stellen zu ſitzen pflegen, ſo wie ihre Handwerksgenoſ⸗ ſen in Europa zu thun gewohnt waren und zum Theil noch thun.— Die Barbiere beſitzen viel Geſchicklich⸗ keit. Sie haben ſehr kleine, krumm gebogene Meſſer. Wenn ſie einem gemeinen Mann den Kopf ſcheren, ſo nehmen ſie dieſen zwiſchen die Beine.— Es gibt auch beſondere Leute, welche die Naſe, die Ohren und Naͤ⸗ gel reinigen, und letztere mit einem Werkzeuge, das dem Hobel gleicht, beſchneiden. Zugleich verrichten ſie an denjenigen, die es verlangen, das Geſchaͤft, den ganzen Koͤrper durch Reiben, Peitſchen u. ſ. w. zu er⸗ hitzen, wozu die Chineſen, um Stockungen des Blutes zu verhuͤten, ſehr oft ihre Zuflucht nehmen. Derglei⸗ chen Leute ſind an einer Kette zu erkennen, welche mit
verſchiedenen, zur Ausuͤbung ihrer Kunſt gehoͤrigen
Werkzeugen uͤber die Schultern haͤngt.— Ueber die Verfertigung des Porzellans, des Firniſſes, Camphers und Alauns, des Puderzuckers, der Tuſche und vieler anderer Dinge, welche die Einwohner von Canton zum Gegenſtand ihres Gewerbfleißes machen, kann ich keine


