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Erkaͤltung desſelben und Stockung ſeiner Saͤfte— was die dortige, nach Verhaͤltniß der Tageswaͤrme ſehr kuͤhle und von ſtarkem Thau begleitete Nachtluft leicht bewirkt,— Ruhren und Fieber, oder die Auszehrung nach ſich ziehen. Eine der ungewoͤhnlichſten Einricht⸗ ungen, welche unſer Arzt traf, war die, daß die Leute des Morgens und Abends ſich in Seewaſſer baden, oder wenigſtens am ganzen Leibe damit abwaſchen mußten, indem die zum Waſchen des Verdecks vorhan⸗ denen großen Kuͤbel die Stelle der Badewannen ver⸗ traten. Ich kenne kein Mittel, das auf Reiſen im Suͤden zur Erhaltung der Geſundheit kraͤftiger bei⸗ traͤgt, als ein ſolches Verfahren. Schon im erſten Baͤndchen meiner Reiſen habe ich von der heilſamen Eigenſchaft des Seewaſſers uͤberhaupt geſprochen; hier muß ich hinzufuͤgen, daß es, zum Baden gebraucht, im Suͤden noch in einer beſondern Hinſicht ſehr wohl⸗ thaͤtig wirkt. Der Koͤrper, der durch die beſtaͤndige Ausduͤnſtung ſeine Saͤfte verliert, ſtrebt unaufhoͤrlich, dieſelben zu erſetzen, daher man einen kaum zu befrie⸗ digenden Durſt empfindet. Dieſen durch wiederholtes Trinken zu loͤſchen, iſt eben ſo nachtheilig, als ihn unbefriedigt zu laſſen; denn es hat eine Erſchlaffung der Eingeweide zur Folge, wodurch die Verdauung gehindert und mithin die Abnahme der Lebenskraft beſchleunigt wird. Badet man ſich aber, ſo ſaugt der ausgetrocknete Koͤrper das Waſſer begierig ein, und er⸗ haͤlt auf dieſem Wege die verlorenen Saͤfte wieder,


