felbſt, der eben ſo argwoͤhniſch, als hoch⸗ muͤthig und eiferſuͤchtig auf ſein edles Ge⸗ ſchlecht war, und der ſchoͤne Ritter Argen⸗ tine 7), den England nach Schottland ge⸗ ſendet hatte, um das Buͤndniß mit der nordiſchen Ligue zu befeſtigen, glaubten beide in Ronalds Unruhe und ſeiner Laune das Entzuͤcken des Liebhabers zu finden.
Aber ein Herz war mit Trauer belaſtet, zwei Augen mit Thraͤnen erfuͤllt, die das Geheimniß durchblickten, und mit ſchmerz⸗ licher Unruhe des neuen Gatten ſeltſame und unbeſtaͤndige Laune erforſchten.
Editha beobachtete ihn... allein ſie vermied ſeine Blicke, ſo wie Ronald die der Braut, und wenn ſie einander begeg⸗ neten, ſo haͤtte ihm der Stich einer feind⸗ lichen Lanze nicht weher gethan. Er fuhr zuſammen, dann that er ſeinem Herzen Gewalt an, die ſchwere Rolle durchzufuͤh⸗ ren, zu der er verpflichtet war. Er erhob ſich von der Tafel.
„Fuͤllet den großen Pokal 3), der einſt dem koͤniglichen Sommerled gehoͤrte!“ rief


