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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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nicht aus! Wäre ich reich, ſo wäre ich glücklich... Welche Freude, wenn ich Geld verdienen könnte! wenn ich durch meine Arbeit reich geworden, das Haus wieder an mich kaufen könnte, welches mir gehören ſollte!...

Ach! Herr Theodor, das iſt ein ſchöner Traum, dem Sie ſich da überlaſſen, rief Caſcarel mit der Miene eines Mannes, welcher mit einer chimäriſchen Hoffnung ſich zu ſchmeicheln fürchtet;ich ſehe wohl,

daß Sie immer an die vergangene Zeit denken. Nunl ich bin wie Sie: ich kann es in dieſem Hauſe hier nicht aushalten, wiewohl es ſauber und ange⸗ nehm iſt. Es thut mir um's Herz weh, wenn ich an dem Hotel vorübergehe und alle die geſchloſſenen Fenſter und jene Thüre ſehe, von welcher man glau⸗ ben ſollte, ſie ſei ſchon ſeit hundert Jahren nicht ge⸗ ffnet worden, ſo viel Grünſpan hat ſich am Klo⸗ pfer angeſetzt.... Ich bin überzeugt, der Kron⸗ leuchter im Salon iſt mit Spinngeweben bedeckt l... Sehen Sie, Herr Theodor, ich würde mich zu Allem verſtehen, ich würde Alles in der Welt thun, wenn ich nur einmal mit dem Beſen dort hin⸗ und her⸗ fahren könnte!... Meiſter Beaumoulin war damit beauftragt wor⸗ deen, die Erbſchaft Onkel Cäſar's zu regeln und pro⸗ viſoriſch zu verwalten; aber das große Vermögen befand ſich zum Theil in den Händen ſeines Colle⸗ gen, Meiſter Chardacier, der, geſchickter als jener, unermeßliche Schwierigkeiten erhob, um es nicht her⸗ ausgeben zu müſſen. 5 Ich habe meine eigenen Gedanken dabei, ſagte er zu Theodor.Muß man es am Ende ausliefern,