antwortete er mit glücklicher Miene, ihr die Hand drückend.
Das Wetter war düſter und der Herbſtwind fegte am Himmel bleigraue Wolken hin; die kleinen Vögel flatterten da und dort herum, eine Zufluchtsſtätte
ſuchend; auf der Straße beſchleunigten die Vorüber⸗ gehenden ihre Schritte, und die Hunde gingen mit enitem Schweife und ſcheuem Blick an den Mauern ſr ifend ihres Wegs. Marcelle ſtreckte unruhig den Kopf zum Fenſter hinaus und horchte einen Augen⸗ blick auf das dumpfe Geräuſch, welches dem Sturm
vorangeht. „Wie es regnet, und Herr Theodor iſt ausge⸗ gangen,“ ſagte ſie zu Caſcarel, der eilig heimkehrte. „Ich weiß es,“ antwortete er,„eben begegnete hich ihm nach dem Platze Join⸗Vert zu; er ging ſchnell. Hätte er mir geſagt, wohin er wollte, ſo. würde ich ihm jetzt einen Schirm bringen.“
„Er macht ohne Zweifel einen Spaziergang,“ murmelte Marcelle ſeufzend;„ſeit er in Trauer iſt, hat er das nie gethan.“
„Zum Glück hat es da oben einiges alte Ge⸗ mäuer, wo er unterſtehen kann,“ ſagte Caſcarel, nachdem er das Fenſter geſchloſſen hatte.„Jeſus Chriſtus, was für ein Wetter!“
Der Sturm war zum Ausbruch gekommen: über zwei Stunden grollte der Donner ohne Unterlaß, und Regengüſſe ſpülten die Straßen von O... aus; gegen Abend erhellte ein Sonnenſtrahl den Horizont, und die muntern Vögel begannen wieder, an dem aufgeheiterten Himmel herumzufliegen.
Theodor war nicht zurückgekehrt und ließ ſich,


