was ſoll ich thun? Was kann ich mit einiger Aus⸗ ſicht auf Erfolg unternehmen?“ „Sie müſſen auf meiner Schreibſtube arbeiten,“
antwortete aus eigenem Antrieb der würdige Mann,
„und in einigen Jahren, wenn Sie die Fähigkeit err
langt haben, mich zu erſetzen, werden Sie mein Nach⸗ folger.“
ich das nöthige Geld auftreiben, um Ihre Stelle zu bezahlen?“
„Sie bezahlen dieſelbe nach und nach von Ihrem Verdienſte, wie ich es auch einſt gemacht habe, als ich in Meiſter Signoret's Stelle trat, bei dem ich zehn Jahre lang Oberſchreiber geweſen bin.“
„Zehn Jahre!“ dachte Theodor ein Wenig ent⸗ muthigt, aber er faßte ſogleich wieder Hoffnung und ſagte, Meiſter Chardacier die Hand reichend:
„Von Morgen an werden Sie mich am Geſchäft ſehen, mein werther Patron!“
IX.
Noch an demſelben Tage zu einer ſpätern Stunde kleidete ſich Theodor an, als wollte er Beſuche ma⸗ chen. Als er beim Ausgehen durch das kleine Zim⸗ mer ſchritt, wo Marcelle arbeitete, hielt er einen Augenblick an.
„Wohin gehen Sie denn ſo?“ fragte ſie mi ihrem fanften, traurigen Ton. 4
„Du wirſt es bald erfahren, liebes Mädchen,“
„Ah! ſehr gern!“ rief Theodor,„aber wo werde


