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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Sorge um den beinahe völlig unbekannten Erben von

Onkel Cäſar nicht ganz überlaſſen; er reiſte nach

Marſeille, um ihn wo möglich zu entdecken. Acht Tage darauf war er wieder zurück und begab ſich auf der Stelle zu Theodor.

Marcelle öffnete ihm die Thüre, und ſie erkannte ſogleich an ſeinem Ausſehen, daß er nicht befriedigt heimkehrte. 8

Ach! arme Kleine, ſagte er zu ihr im Vorbeis gehen,ich fürchte ſehr, es wird niemals viel Gel in dieſem Hauſe einkehren.

Ei! deſto beſſer! ſagte ſie mit einem Ausdru von Freude, welche dem ehrlichen Notar großes Er⸗ ſtaunen erregte.

Nun! rief Theodor bei ſeinem Anblick,welche Nachrichten bringen Sie mir von meinem Vette Armand⸗Tiphaine Perrache?

Ich habe ihn nicht geſehen, in Betracht, da er ſchon ſeit fünf Jahren todt iſt, antwortete Mei ſter Chardacier.

Aber Sie haben ſeine Erben geſehen, meine klei nen Vettern und Baſen im dritten Grad?

Ich habe ſeine Erbin geſehen, erwiederte de Notar ernſt,ein Mädchen, das noch nicht ach Jahre alt iſt. Was läßt ſich gegenüber einem un mündigen Kinde machen, das man nicht einmal hei rathen kann, wiewohl es weder Vater noch Mutte hat?

Und wer nahm ſich bisher dieſer Waiſe an? fragte Theodor.

Meiner Treu! die Vorſehung. Ich habe ſie bei einer Frau gefunden, welche im Hafen Kran