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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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des und ungefähr ſechshundert Francs Rente wiewohl er noch nicht die Möglichkeit gewahr wurde, mit Nutzen zu arbeiten, beunruhigte er ſich doch wenig wegen der Zukunft, weil Marcelle ihm täglich wiederholte:

Ei! Herr Theodor, quälen Sie ſich nicht; es wird Ihnen niemals Etwas abgehen; mit einiger Sparſamkeit werden wir uns hinausbringen, ohne irgend Jemand beſchwerlich zu fallen.

Die ganze Stadt machte Theodor ihren Beſuch; der Neid, den er erregte, war von dem Tage an, da er ſich für immer arm ſah, plötzlich in allen Herzen erloſchen. Selbſt Madame Chapuſot bezeugte ſün viel Theilnahme und ging ſo weit, öffentlich zu agen:

geWiewohl er jetzt eine ſehr geringe Partie iſt, würde ich doch Niemand rathen, einen Tochtermann wie ihn auszuſchlagen.

Theodor ſprach von ſeinem Oheim, als ob er nie aufgehört hätte, ein guter Verwandter, ein edel⸗ müthiger Wohlthäter für ihn zu ſein.

Ich verdanke ihm viel, ſagte er;er hat mich erzogen und meine erſte Jugend glücklich gemacht; es war ein Stück von Wahnſinn, daß er mich ent⸗ erbt hat. Hat er ſich nicht außerdem ſelbſt beſtraft für ſein Unrecht gegen meine arme Mutter und ge⸗ gen mich? In welcher Verlaſſenheit, in welcher angenweile, in welcher ſchrecklichen Oede hat er die

letzten Jahre ſeines Lebens zugebracht! Ja, er iſt ſehr unglücklich geweſen, und wenn er mir übel ge⸗ than hat, ſo vergebe ich ihm von ganzem Herzen!

Meiſter Chardacier wollte ſeinem Pollogen die