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nicht das geringſte Legat, mit einem Wort Nichts,“
antwortete Tante Dorothee faſt ſtöhnend.„Ach!
man hätte Onkel Cäſar mehr mißtrauen ſollen!... Es war ein Menſch ohne Glauben, ohne Recht, ohne Herz im Leibe!... Eine ſelbſtſüchtige Seele, welche das Weltall geopfert hätte, nur um ihre Launen zu befriedigen; ein Ungeheuer, das Nichts geliebt hat, nein, Nichts auf Erden!“ 1 Darauf unterbrach ſie ſich ſelbſt, faltete die Hände 1 und ſetzte mit leiſer Stimme hinzu: „Aber ſprechen wir nichts Böſes von den Todten!“ Camilla weinte nicht; ſie war wie vernichtet. „Theodor iſt enterbt,“ wiederholte Tante Do thee;„man muß jetzt ſeinen Entſchluß faſſen; Du liebſt ihn, er hat Dir genug bewieſen, daß ſein Herz für immer Dir gehört; Ihr könnt noch glücklich ſein ſiehſt Du, es iſt ſehr wahr, wie es in Romanen heißt: je mehr Geld, deſto mehr Sorgen.“ Camilla gab keine Antwort und ging, nachdem ſie ihre Pathe umarmt hatte, in ihr Zimmer hinauf. „Ach!“ murmelte die alte Jungfrau, ihr mit den Augen folgend,„gut, daß ich ſie kenne, ſonſt müßte ich beſorgen, es geſchehe ein Unglück.“ 3 Gleich nach dem Leichenbegängniß Onkel Cäſar verließ Theodor das Hotel Fauberton und quartirte ſich mit Marcelle und dem treuen Caſcarel in einem alten Häuschen ein, das nicht fern von dem klein Platze Join⸗Vert lag. Er hatte tiefe Trauer ange⸗ legt und ging in den erſten Tagen nicht aus de Hauſe. Wiewohl ſeine Mittel nur ſehr gering w ren— er beſaß Nichts als eine kleine Summe Ge


