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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Onkel...“

4„Ach!“ rief ſie mit convulſiviſchem Schluchzen, „daß ich nicht an ſeiner Stelle ſterben kann!“ Wirklich hätte das arme Mädchen gern ihr Le⸗

ben für die Rettung von dem Mann hingegeben,

deſſen Daſein hienieden Theodor hinderte, ſich mit

Camilla zu verheirathen. Ihr Schmerz kam zum

Ausbruch trotz der Herrſchaft, welche ſie über ſich

ſelbſt hatte, und unglückſelige Entſchlüſſe ſtellten ſich

ihrem Geiſte dar. Derjenige, welchem ſie mit ſo zärtlicher, ſo ergebener, ſo zurückhaltender, ſo tiefer

Liebe zugethan war, ahnte nicht einmal den Beweg⸗

grund dieſes übermäßigen Schmerzes und ſagte er⸗

ſtaunt zu ihr:

„Beruhige Dich, gute Marcelle, die Zeit bringt Troſt für Alles... Ach! wir haben uns über den Tod meiner armen Mutter getröſtet!...“

Mit Tagesanbruch gab Onkel Cäſar den Geiſt auf. Jetzt verließ Jedermann das Zimmer, mit Ausnahme des Prieſters. Man führte Theodor in den kleinen Salon am Ende der Orangerie, und Meiſter Chardacier begab ſich nach Hauſe, um das Teſtament zu holen.

Zwei Stunden ſpäter erſchien Meiſter Beaumou⸗ lin im Hotel Fauberton. Er hatte die wichtige und geheimnißvoll bewegte Miene eines Mannes, der be⸗