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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Gehirnverrückung gehabt, was die Urſache ſeines Todes iſt.“

Von einem Augenblick zum andern kam man aus dem Salon, um Erkundigungen einzuziehen. Einige Perſonen drangen ſogar in das Zimmer, richteten ihre alltäglichen Tröſtungen an Theodor und zogen ſich zurück, nachdem ſie einen Blick auf den Sterbenden geworfen hatten. Zwei oder drei alte Frauen verweilten bei dem Bette und vergoſſen Thränen. Die Eine von ihnen trat in das Bou⸗ doir und betrachtete einen Augenblick den bonheur⸗- du-jour, der ſo viel Liebesgeheimniſſe verſchloſſen hatte; dann entfernte ſie ſich mit geſenktem Kopfe und für ſich murmelnd:„treuloſes Herz!“

Von der Familie Signoret zeigte ſich kein Mit⸗ glied; aber Tante Dorothee eilte nach der Pfarrei und ſchickte einen Prieſter, um am Bette des Ster⸗ benden Gebete zu leſen.

Gegen Mitternacht zog ſich alle Welt zurück, außer dem Doctor Gorgelaine, Meiſter Chardacier und M. Chapuſot. Die beiden Letztern blieben im Salon und ſchliefen bald ein. Zwei Stunden lang herrſchte ein düſteres Stillſchweigen in dem Zimmer, wo Onkel Cäſar im Sterben lag. Auch vor dem Hauſe ließ ſich kein Geräuſch mehr vernehmen, und Niemand befand ſich mehr auf dem Hauptplatze. Die Menge war aus einander gegangen, nachdem ſie die letzten Lampen hatte erlöſchen ſehen.

Mitten in der Nacht fragte Theodor plötzlich:

„Wo iſt Marcelle?“

„Sie iſt da, hinter der Thüre,“ antwortete Ca⸗ ſcarel.