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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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fr unwillkürlich die Augen im Salon herumlaufen ieß.—

Die beſten Naturen ſind nicht frei von ſolchen ſelbſtſüchtigen Bewegungen, und Theodor fühlte ſich wie geblendet, als ihm plötzlich in den Sinn kam,

ddaß er jetzt endlich reich, ſein eigener Herr ſein, daß es ihm frei, frei ſtehen würde, Camilla zu heirathen; aber dieſer Eindruck ging ſogleich vorüber und mit aufrichtig betrübtem Herzen ſprach er zu Caſcarel:

„Ich war nicht im Mindeſten auf das Unglück gefaßt, das uns da trifft!“

„Wer konnte das vorausſehen?“ rief der arme Burſche;„um neun Uhr verlaſſe ich Monſieur ganz munter und auf die Straße ſchauend; um halb zehn Uhr kehre ich zurück und finde ihn in ſeinen Seſſel zurückgefallen, die Arme herunterhängend, das Ge⸗ ſicht entſtellt. Bei dieſem Anblick erſchrak ich und ſchrie um Hülfe.“

Sommerladen; ich war auf der Straße und hörte ihn,“ ſagte Theodor, indem er ſich jenes verzweifel⸗ ten wüthenden Schreies erinnerte, der Camilla in Schrecken geſetzt hatte...„Er hat einen Moment ſchrecklichen Zorns gehabt...“

„Ja, ich glaube ſo,“ antwortete Caſcarel, be⸗ troffen von dieſen Worten.„Ich fand ſein Foulard⸗ tuch ganz zerknittert und wie ausgezackt, und er hatte Blut auf der Bruſt, wie wenn er ſeine Nägel dort eingegraben hätte.“

„Was vermochte ihn in einen ſo heftigen Zu⸗ ſtand zu verſetzen?“ murmelte Theodor.„Ohne Zweifel hat er einen Anfall von Wahnſinn, eine

„Als Du ihn verließeſt, blieb er alſo hinter dem