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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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ſagte Camilla, indem ſie die Augen auf den noch halb offenen Sommerladen richtete.

„Komm, mein Kind,“ ſagte Tante Dorothee zu ihr, ſie in eine Ecke der Gaſſe führend;„Du haſt einen Schrecken bekommen, Du biſt noch ganz blaß.“

Es dauerte nicht eine Viertelſtunde, daß ſie da ſtanden, ſo öffnete ſich heftig der Sommerladen und Caſcarel erſchien am Fenſter ganz außer ſich mit dem Geſchrei:

„Zu Hülfe! Zu Hülfe!... Monſieur will ſter⸗ ben!.. Maonſieur iſt todt!...“

„Ach! Pathe!“ rief Camilla, indem ſie mit einer

ewegung unwillkürlicher Freude die Arme zum Himmel empor hob.

„Beten wir zu Gott für dieſe arme Seele!“ ant⸗

wortete die alte Jungfrau, die Hände faltend.

Zehn Minuten ſpäter war die Nachricht von dieſem Ereigniß in der ganzen Stadt herum. Theo⸗ dor erhielt ſie auf der Straße durch eine alte Frau, welche, als ſie ihn anſichtig wurde, ihm zurief:

„Gehen Sie ſchnell nach Hauſe, Herr Theodor! Es geht die Sage, Ihr Oheim liege im Sterben!“

Der große Salon war bereits von Menſchen angefüllt; die ganze auf dem Balkon des Stadt⸗ hauſes verſammelte Geſellſchaft war herbeigeeilt. Es waren ungefähr dieſelben Perſonen, welche Cä⸗ ſar Fauberton einſt zu ſeinen Feſten eingeladen hatte, und die gewiß nicht erwarteten, ſich noch ein letztes Mal auf ſolche Weiſe in ſeinem Hauſe zuſammen zu nden.

Die beiden auf dem Kamin angezündeten Kerzen erhellten kaum das ungeheure Gemach, das ſonſt