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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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Sogleich ſetzte er ſich aufrecht im Bett und rief mir, ſeine Nachtmütze in die Höhe werfend, zu:

„Es lebe die franzöſiſche Armee!... Caſcarel, beſtelle ſogleich für fünfhundert Francs Feuertöpfe und Lampen. Ich will, daß heute Abend das Hotel bis unter das Dach beleuchtet und ein ſchönes Transparent mitten an der Facade angebracht wird.“

„Das iſt vielleicht eine Rückkehr in die Welt,“ ſagte Theodor erregt;„wenn er dieſen Abend in den großen Salon käme!...“

Caſcarel ſchüttelte den Kopf.

„Nein, Herr Theodor,“ antwortete er,„ſchmeicheln

Sie ſich damit nicht! Es ſind jetzt neunundzwanzi Jahre, daß ich in Monſieurs Dienſten ſtehe; i kenne ihn gut und weiß, warum er nicht den Ge⸗ danken hat, dieſen Abend ſich zu zeigen: ſeine Pe⸗ rücken ſind alle von den Würmern zerfreſſen, ſeine Eſſenzen und Pommaden ſind ranzig; er hat nur verdorbene und altmodiſche Kleider! Niemals wird er einwilligen, ſich alſo ſehen zu laſſen, ſchlecht an⸗ gezogen, ohne Toupet, die Wangen hohl, dick um den Leib, den Fuß groß und uübel bekleidet, kurz ſo wie er jetzt iſt; nein, er wird nicht erſcheinen, deſſen dürfen Sie gewiß ſein!“

Als man ſah, wie Arbeiter in aller Eile die Fagade des Hotels Fauberton dekorirten, gab es eine wahre Revolution in der Stadt O...; in

einer Viertelſtunde verbreitete ſich die große Neuuig

keit bis in die Vorſtädte, und als der Abend an⸗ brach, lief die ganze Bevölkerung auf den Haupt⸗ platz. Die hohe Geſellſchaft hatte ſich auf dem Balkon des Stadthauſes, welches dem Hotel Fau⸗