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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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158 nate ſpäter begann der Krimkrieg. Als die erſten Nachrichten anlangten, ſagte Caſcarel zu Theodor:

„Monſieur iſt jetzt ſehr vergnügt; geſtern iſt er bis Mitternacht aufgeblieben; ich habe ihm alle Bulletins vorgeleſen. Er iſt nicht mehr ſo einge⸗ nommen für die Türken, weil der Sultan ſich nicht in Perſon an die Spitze ſeiner Armee ſtellt. Was den Paſcha von Aegypten betrifft, der ihm wie Gift war, ſo ſpricht er gar nicht mehr von ihm. Ich denke, er iſt geſtorben.“

„Alſo nimmt mein Onkel großen Antheil an die⸗ ſem Krieg, er will alle Neuigkeiten erfahren?“ fragte Theodor.

„Er ſpricht von gar nichts Anderem; vom Mor⸗ gen bis zum Abend ſchwatzt er in's Blaue hinein von dem Uebergang über den Pruth, von dem ruſ⸗ ſiſchen Kaiſer, von dem König Otto, von.... ich weiß nicht was.“

„ Und von ſeinen alten Freunden, von mir, von dem, was um ihn vorgeht, nie ein Wort?“

„Nie, nie. Einmal nahm ich es auf mich, mit ihm von dem kleinen Tagblatt zu ſprechen, welches von Monſieur Chapuſot herausgegeben wurde, aber auch alsbald wieder fiel. Sie wiſſen, von der Galliſchen Trompete. Er gab mir gar keine Antwort. Darauf wagte ich beizuſetzen: Viel⸗ leicht will Monſieur ſich darauf abonniren, um ſich mit den Neuigkeiten unſerer Stadt auf dem Laufenden zu halten?...— Nicht im Minde⸗ ſten, rief er zornig; ‚ſprich mir nicht ein Wort mehr davon. Um das, was in O. geſchieht,