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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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trage, wäre Monſieur Theodor oft auf die magere Suppe und den Gemiſeſalat beſchränkt.

VIII.

Seit langer Zeit erregte der ehemalige Maire der Stadt O... weder Neugierde noch Theilnahme mehr: ſeine ehemaligen Tiſchgenoſſen gingen unter den Fenſtern ſeines Zimmers vorüber, ohne die Augen aufzuſchlagen; wenn Caſcarel auf dem Platze erſchien, dachte Niemand daran, ſich nach ſeinem Herrn zu erkundigen. Jener liebenswürdige, unwi⸗ derſtehliche Mann war noch zu ſeinen Lebzeiten zu einer Art Wehrwolf, Geſpenſt geworden, und die Kinder fürchteten ſich vor ihm, wenn ihre Mutter ſie mit den Worten bedrohte:„Sei brav! ſonſt kommt Onkel Cäſar!“— Wenn jedoch zuweilen irgend eine alte Dame zufällig dem treuen Diener begegnete, ermangelte ſie nicht, mit einer Miene diſereten Mit⸗ leids zu ihm zu ſagen:

„Ei! Caſcarel, wie geht es Deinem armen Herrn?“

„Immer gleich,“ antwortete Caſcarel.„Der Appetit hält ſich, der Schlaf iſt gut; aber Monſieur langweilt ſich ein wenig, beſonders am Abend; es paſſirt ihm oft, daß er einſchläft. Wenn wir nur das Glück hätten, daß dieſe orientaliſche Frage wie⸗ de zum Vorſchein käme! Das zerſtreute ihn ein

enig.“

Dieſer letztere Wunſch wurde erhört, einige Mo⸗