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fuhr ſie mit gedämpfter Stimme fort: ‚Sie allein ſind im Stande zu verhindern, daß dieſe Liebe ge⸗ theilt wird. Bei dieſem Wort ging mir ein Licht auf. Ich fiel Madame Hermance in's Wort. Alſo, ſagte ich, iſt Ihr Sohn in Camilla verliebt?⸗— „Ach! ja,“ antwortete ſie ſeufzend; ‚er hat es mir heute erklärt. Wohin das führen ſoll, weiß er nicht, allein er hat mir geſchworen und es hundert Mal wiederholt, daß er die ſchöne Camilla liebe, daß er ſie ewig liebe, und müßte er dreißig Jahre warten, um ſie zu heirathen, auch warten werde. Sie be⸗ greifen, wohin dieſe Thorheit führen wird... Mein liebes Fräulein, mein Sohn hat nur von ſeinen eige⸗ nen Gefühlen geſprochen; ich hoffe, daß er noch nicht geliebt wird. Bis jetzt hat er noch nicht Gelegen⸗ dei gehabt, mit Fräulein Signoret zu ſprechen; aber in acht Tagen werden Sie ſich auf dem Ball ſehen.⸗ — ‚Man hat alſo eine Einladung an die Familie Signoret geſchickt!“ rief ich ganz erſtaunt und verwirrt. — Man wird ſie morgen ſchicken, antwortete ſie mir; zich kann es nicht verhindern: Theodor hat die Sache mit ſeinem Oheim abgemacht. Er hoſſt, die Familie Signoret werde die Einladung annehmen, und die Vorſtellung, mit der ſchönen Camilla zu tan⸗ zen, verſetzt ihn in Entzücken. Er hat mir in einem Augenblick des Vertrauens Alles geſtanden, denn ſein Herz war voll bis zum Ueberlaufen. Ich war er⸗ ſchrocken, aber es fehlte mir an der nöthigen Kraft. Er ſchien ſo glücklich, daß ich ihm keinen Einwurf machte... Mein liebes Fräulein, ich wende mich jetzt an Sie, um das junge Mädchen in Obacht zu nehmen und meinen Sohn zur Vernunft zurückzuführen.


