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Ball am nächſten Samſtag begonnen haben. Ma⸗ dame Hermance hat viel Freundſchaft für mich und läßt ſich zuweilen ein wenig gehen. Trotz ihrer Zu⸗ rückhaltung konnte ich verſtehen, daß ſie im Hauſe ihres Vetters à la mode de Bretagne*) kein glückliches Leben geführt hat. Doch laſſen wir das. Geſtern nun nahm ich auf der Stelle wahr, daß ſie mir Etwas zu ſagen hatte, denn ſie machte Marcelle ein Zeichen, ſich zu entfernen, und rückte ihren Seſſel ganz nahe zu dem meinigen. Darauf, um ſie zu ermuthigen, ſagte ich zu ihr: ‚Sie ſcheinen erregt, liebe Madame, ich finde, daß Sie übel ausſehen.“ — Ach! ja, ich bin ſehr unruhig,“ antwortete ſie mir ſogleich.„Mein Sohn hat mir heute ein Ge⸗ ſtändniß abgelegt, das mir viel Sorge macht: er iſt verliebt. Das iſt ein großes Unglück!le— ‚Das wird mit ihm vorübergehen,“ ſagte ich ganz natür⸗ lich. Das Unglück, von dem Sie ſprechen, paſſirt alle Tage; aber es gibt ſo viel Mittel dafür!’— „Eben über dieſe Mittel wollte ich Sie um Rath fragen, erwiderte Madame Hermance, ees iſt vorerſt die Abweſenheit...— Und die natürliche Unbe⸗ ſtändigkeit der Männer, ſetzte ich hinzu.— ‚Theodor iſt nicht wie ſein Oheim, ſagte Madame Hermance, traurig den Kopf ſchüttelnd, ich kenne ihn wohl. Er wird ſich hartnäckig in ſeiner Leidenſchaft beſtärken. Mein liebes Fräulein, wenn Sie ihm nicht zu Hülfe kommen, fürchte ich, er bleibt ſein lebenlang verliebt. —„Ei, wie vermag ich ihn daran zu hindern?“ rief ich. Madame Hermance zögerte ein wenig, dann
*) d. h. Sohn eines Geſchwiſterkindes.


