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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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zu beherrſchen;„ſofern Mama ein ſeidenes Kleid hat, wird ſie Dich begleiten, ich bleibe zu Hauſe.“

„Nein wahrhaftig!“ ſagte Tante Dorothee;„ich will, daß Jedermann zufrieden iſt; auch Du, meine kleine Camilla, wirſt auf den Ball gehen...“

„Sie beſtehen darauf!“ rief Madame Signoret bitter und die alte Jungfrau feſt anſehend;„Sie wollen, daß wir bei dieſem Feſte erſcheinen? Aber das iſt unmöglich!“

„Unmöglich! nein,“ erwiderte ruhig Tante Doro⸗ thee;„es handelt ſich einzig darum, für Camilla einen paſſenden Anzug zu haben. Wohlan! das iſt meine Sache; ich verſpreche ihr ein Ballkleid, einen hübſchen Aufſatz, ein Bouquet, an die Bruſt zu ſtecken, und einen ſchönen Fächer.“

„O! Pathin, iſt es wirklich wahr?“ rief Camilla, vor Freude erbleichend.

„Wir haben noch acht Tage vor uns, fuhr das alte Mädchen fort;„das iſt gerade die Zeit, die ich brauche. Ihr werdet nicht zu mir kommen, und ich werde hier auch nicht mehr erſcheinen, bis zu der Stunde, wo Ihr euch zum Ball ankleiden müßt. Ihr treffet eurerſeits eure Vorkehrungen; Du, meine kleine Camilla, beſchäftigſt Dich damit, die Schuhe von ſchwarzem Sarſch, welche ich Dir vergangenes Jahr gab, zu überziehen, und machſt zwei Paar hübſche Filet⸗Klapphandſchuhe, eines für Deine Mut⸗ ter, das andere für Dich.“

„Das wird ſehr elegant ſein, meine Tochter,“

rief M. Signoret;„ich kaufe mir ein Paar weiße

Handſchuhe.“— Dann ſetzte er, zu ſeiner Frau ge⸗

wendet, mit einer Geberde des Triumphes hinzu: 3*