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Camilla, die bereits alle Hoffnung verlor, ließ traurig den Kopf ſinken und nahm ihre Nadel wie⸗ der auf.
„Wir wollen doch ein wenig ſehen,“ ſprach dar⸗ auf Tante Dorothee, zu Madame Signoret gewendet; „ich weiß Ihnen ein altes ſchwarzſeidenes Kleid, das für den Fall neu herzurichten keine Unmöglichkeit wäre; Sie tragen einfach Ihre Haare, die noch ſehr ſchön ſind; ſo kann man ſich ganz ſchicklich ſehen laſſen.“
„Ol gewiß,“ rief Camilla. 4
Madame Signoret hatte ſich darauf gefaßt ge⸗ macht, eine Bundesgenoſſin in Tante Dorothee zu finden; ſie betrachtete die alte Jungfrau mit einer unmerklichen Bewegung des Erſtaunens und Vor⸗ wurfs; darauf ſagte ſie ſeufzend:
„Und Camilla? Sie wiſſen, worin ihr ſchönſter Putz beſteht; denken Sie, es gebe Mittel, aus ihrem Kleide von weißem Perkal und der Pelerine von ſchwarzem Taffet ihr einen Ballſtaat zurecht zu machen?“
„Die Einfachheit ſteht jungen Mädchen gut,“ fiel M. Signoret ſententiös ein.
Niemand beachtete dieſe abgedroſchene Phraſe. M. Signoret, der begriff, daß er den Berechnungen ſeiner Frau Nichts entgegenzuhalten vermochte, war jetzt mit ſich ſogleich im Reinen und beeilte ſich mit halb ärgerlicher Reſignation beizufügen:
„Ich hatte das Kapitel von dem Putze nicht vorausgeſehen. Sehr gut, wir bleiben alle in der Kaminecke, denn es wäre nicht ſchicklich, daß ich für mich allein die Einladung des Herrn Maire annähme.“
„Das läßt ſich Alles wohl machen,“ ſagte dar⸗ auf Camilla, indem ſie ſich beſtrebte, ihren Kummer


