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verſtorbenen Frau Signoret und hatte auch einen Theil von der Hinterlaſſenſchaft, ſo etwa zehntauſend Francs, mit einigem Silbergeſchirr und allen den alten Nippſachen erhalten. Dieſe beſcheidenen Hülfs⸗ quellen genügten ihr; ſie lebte von ihren kleinen Renten, in ihrem kleinen Hauſe, allein mit ihrer kleinen Magd, und ſchon ſeit langer Zeit war ſie nicht mehr in der Welt erſchienen, wo ſie einſt ge⸗ glänzt hatte.
„Nun, was gibt's Neues hier?“ fragte ſie, ſich des ſchwarzen Strohhuts entledigend, den ſie über ihrer Haube aufzuſetzen pflegte, und in der Ecke des Kamins Platz nehmend;„als ich erfuhr, daß Suſette da geweſen war, um mir zu ſagen, daß Ihr mich dieſen Abend erwartet, fürchtete ich, es gebe hier einen Kranken.“
„Nein, dem Himmel ſei Dank!“ antwortete Ma⸗ dame Signoret;„ich wünſchte bloß über eine ver⸗ drießliche Sache, die uns begegnet, mit Ihnen zu ſprechen.“ 4
Mit dieſen Worten ergriff ſie das Einladungs⸗ ſchreiben und legte es Tante Dorothee vor Augen. M. Signoret hatte ſich mit einem Sprung erhoben.
„Eine verdrießliche Sache!“ wiederholte er un⸗ willig;„ei! und warum, ich bitte Dich? Was liegt Verdrießliches in einer Einladung von dem Herrn Maire? Wodurch kann ſie uns unangenehm ſein? Er thut mir die Chre an, mich zu bitten, dem Ball, dem großen Souper, welches er der ganzen Stadt gibt, anzuwohnen: aus welchem Grunde ſollte ich mich weigern, dabei zu erſcheinen?“


