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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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geht dann ſchlafen,“ ſagte Madame Signoret, ſich zu den kleinen Mädchen wendend.

Sie ſtanden folgſam auf, packten ihr Strickzeug zuſammen und gingen in der Reihe an der Familie herum, indem ſie ihre roſigen Wangen darboten; dann, nachdem ſie alle Welt umarmt hatten, zogen ſie mit fröhlichem Lächeln ab, Suſette nachlaufend, welche, um ſich warm zu machen, die Stufen, vier um vier, hinaufſtieg.

„Die lieben Kleinen, ſie ſind munter!“ murmelte Madame Signoret mit einem Seufzer und unwill⸗ kürlich Camilla betrachtend, welche, die Augen auf ihre Arbeit geſenkt und in ſich ſelbſt verſchloſſen, ver⸗ wirrten Hoffnungen, welche die Einladung des Herrn Maire in ihrem Geiſt erweckte, ſich hingab.

Einen Augenblick nachher klopfte man an die Hausthüre. R. Signoret fuhr aus dem Schlafe auf, indem er rief:„ein Beſuch!“

„Es iſt Tante Dorothee,“ ſprach Madame Sig⸗ noret;„ich habe ſie bitten laſſen, dieſen Abend zu kommen.“

Camille war ſchnell hinweggegangen, um zu öff⸗ nen, und indem ſie Tante Dorothee durch den düſtern Hausgang, welcher die Stelle des Vorſaals ver⸗ trat, führn, ſagte ſie ihr, wie in den Feenmährchen in's Ohr:

„Ach! meine gute Pathin, ich möchte gern auf den Ball gehen!“.

Die Tante Dorothee war eine alte Jungfrau, auf die man in der Familie große Stücke hielt, wie⸗ wohl ſie ihren Erben nur ſehr wenig Vermögen hinterlaſſen ſollte. Sie war Geſchwiſterkind mit der