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Onkel Cäsar : Novelle / von Mme Charles Reybaud ; aus dem Französischen von Dr. C. Büchele
Entstehung
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regung ſich gelegt hatte, nahm ſie ihre Nadel wieder auf und ſagte ruhig:

„Ja, meine Tochter, ich bin einmal auf einem Ball geweſen, ein einziges Mal.“

„Und haſt Du Dich recht gut unterhalten?“ frag⸗ ten mit einer Stimme die Kinder.

„Nein,“ antwortete ſie mit ſchwacher Stimme. Dann ſetzte ſie, wie um neue Fragen kurz abzu⸗ ſchneiden, ſogleich hinzu:

„Es iſt ſhon ſo lange her, daß ich mich deſſen nicht mehr erinnere.“

Die Stille begann wieder, eine Stille ſo tief, daß man das Tictac der alten an der Treppe be⸗ findlichen Wanduhr und die gedämpften Laute einer Drehorgel, welche irgend ein wandernder Muſikant vor den Kaffehäuſern am Hauptplatze in Bewegung ſetzte, hören konnte. M. Signoret ſchlief noch immer, die Hände bis an den Ellenbogen in die Tiefen ſei⸗ ner Taſchen verſenkt, denn die beiden Scheiter, welche ſeit dem Morgen in der Aſche glimmten, waren bei⸗ nahe verzehrt und es fing an, kalt zu werden.

Madame Signoret ſchlug den kleinen Chale, der ihre Schultern bedeckte, über einander und befahl Piſtile ,ein wenig kleines Holz im Kamin zuzu⸗ egen. 3 4„Wir werden alſo dieſen Abend aufbleiben?“ fragte M. Signoret, ohne die Augen zu öffnen. „Wie viel Zeit iſt es?“.

Er hatte ſeine Frage noch nicht vollendet, als die alte Wanduhr, als wollte ſie ihm Antwort geben, Acht ſchlug.

„Schnell, meine Lieben, ſagt uns gute Nacht und