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Damen, ich wünſche Ihnen guten Tag,“ nahm der Oheim wieder mit vertraulichem Kopfnicken das Wort, „halten Sie ſich nicht lange auf, ich glaube, wir werden vor Abend Regen haben.“
„Ich glaube auch, Herr Maire,“ antwortete Sig⸗ noret, ſeine Bücklinge erneuernd;„wir wollen ſo raſch als möglich heimkehren. Herr Maire, meinen gehorſamſten Reſpekt!“
Die beiden Liebenden hatten nichts geſprochen, nicht einmal mit den Augen, ſo lebhaft war ihre Erregung. Nichts verrieth ſie, und Niemand ahnte, was in ihrer Seele vorging.
Als die Fauberton in einer Wendung des Wegs verſchwunden waren, wandte ſich Signoret barſch gegen ſeine Frau um und ſprach zornig zu ihr:
„Weißt Du, Liline, daß Du von einer lächer⸗ lichen Schüchternheit biſt? Wie! Da ſtehſt Du kerzen⸗ gerade, ohne mit einem Wort dem Herrn Maire zu antworten! Es iſt doch keine ſo große Sache darum, vor Leuten, die Dich anreden, einige Höflichkeiten auszukramen. Du haſt geſehen, wie ich mich heraus⸗ gezogen habe!“
„Eben deßwegen habe ich Dich reden laſſen,“ erwiderte ſanft die arme Frau.
Ungefähr einen Monat ſpäter dachte Cäſar daran, ſeinen erſten Ball zu geben, und das Einladungs⸗ ſchreiben war gewiſſermaßen die natürliche Folge jener Begegnung. Scipio Signoret's Angeſicht ſtrahlte vor Freude, als er daſſelbe aus den Händen ſeiner Frau empfing.
„Endlich werden wir wieder unſerem Rang ge⸗ mäß erſcheinen!“ rief er;„es ſind ja ſchon viele


