abſolut nichts zu thun gibt, ich würde Dich ſchon zum Arbeiten zwingen.“
II.
Eines Morgens, zu ſeiner Aufſtehenszeit, warf Cäſar Fauberton zufällig ſeine Augen auf den Kalen⸗ der und überzeugte ſich beinahe wider Willen, daß er gerade an dieſem Tag ſein neunundfünfzigſtes Jahr zurücklege. Dieſe Zahl ſchlug ihn nieder gleich einer ſchlech⸗ 4 en Kunde; er wandte den Kopf mit einem Seufzer ab und ſprach zu Caſcarel, ſeinem Kammerdiener, einem ehrlichen Burſchen, der ſeit zwanzig Jahren dieſen Poſten bei ihm bekleidete: ö„Ich habe nicht gut geſchlafen, ich finde, daß ich dieſen Morgen ſchlecht ausſehe.“ 1 Monſieur ſcheint mir friſch wie eine Roſe,“ ant⸗ woortete Caſcarel ohne die geringſte ſpöttiſche Abſicht. Dieſes Wort erheiterte den alten Jungen wieder auf der Stelle; er warf ſich in ſeinen Schlafrock, knüpfte die ſeidene Schnur, welche ſeine Taille um⸗ ſchloß, fuhr mit der Hand in ſein Toupet und mur⸗ melte nach einem Blick in den Spiegel: „Meiner Treul ich war mit dreigig Jahren nicht 4 1 „Dieß iſt Jedermanns Meinung,“ ſagte Caſcarel lebhaft;„Monſieur iſt immer derſelbe, dieß beweist ſein Hoſenbund; ſeitdem ich in ſeinen Dienſten ſtehe, hat dieſer ſich nicht um ein Centimetre verändert.“


