Neffe... Du mußt einen Stamm anfangen... verheirathe Dich, verheirathe Dich... jetzt handelt es ſich nicht mehr um das Wählen, das Berechnen des Heirathsgutes, der wahrſcheinlichen Hoffnungen, der gewiſſen Laſten, wie Du immer ſagſt... wir haben zum Warten keine Zeit mehr... an braven und gut erzogenen Mädchen fehlt es hier nicht... Nimm, welche Du willſt: ſelbſt wenn ſie Nichts hätte, gebe ich meine Einwilligung, aber in des Himmels Namen, entſcheide Dich...“
„Ja, Onkel, ſogleich,“ antwortete Cäſar nieder⸗ geſchlagen..
„Wohlan! ſo wähle.“
„Ja, Onkel, auf der Stelle, weil Sie es wollen. Ich hätte jedoch ein wenig Ueberlegung nöthig, denn ich befinde mich in großer Verlehendeit, da mein Herz von jeder Neigung frei iſt.“ 24.
„Nimm auf's Gerathewohl,“ fiel der Oberſt mit beinahe gebieteriſcher Miene ein;„Nichts iſt im Wege, da Du Niemand liebſt...— Dann ſich eines Andern beſinnend, ſetzte er hinzu:—„Man hatte mir geſagt, Du wäreſt in die ſchöne Emmeline verliebt...“ 2
„Ah! bah!...“ murmelte Cäſar.
„Du biſt den ganzen letzten Winter um ſie her⸗ umgeſtrichen,“ fuhr der Oheim fort;„ich habe Man⸗ ches geſehen... gewiß liebt ſie Dich...“
„Bah! bah!“ wiederholte der ſchöne Cäſar.
„Ihre Mitgift iſt äußerſt gering, zehntauſend Franks vielleicht Alles in Allem,“ ſprach der alte Fauberton weiter, ſeine Idee hartnäckig verfolgend; „hat nichts zu ſagen! Empfindeſt Du einige Neigung


