Teil eines Werkes 
5. Band, Olle Kamellen ; 2 (1867) Ut mine Festungstid / Fritz Reuter
Entstehung
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de ſpaddelte noch en En'nlang wider, de wull ſik noch nich gewen; äwer tauletzt müßt hei doch Water ſluken. Alſo nu de Virte! röp ik. Nu wuchte ſik dor wat in de Höcht, dat hadd grad kein Rick un Schick; äwer'n ſchön Gewicht, un dorüm was't mi tau dauhn. Woher des Lan'ns? frag ik.Ut't Domanium, ſeggt hei.Un wat för Einer? frag ik.En Pächter, ſegg't hei.Kann Di hir nich länger bruken, Bräuding, ſegg ik.Kann nich in Din Hut krupen; Din Hut is mi tau wid. Rinne mit Di! Na, Fett ſwemmt haben; de mag mägliche Wiſ' noch rüm ſwemmen. As ik den Föften bi den Kanthaken kreg, ſäd hei gotteserbärmlich tan mi:Laten S'! Ik bün en Entſpekter un möt mi vel gefallen laten un heww an tweihunnert Daler un en Pird fri un denn dat beten Laſtengeld.Laſtengeld heſt ok noch? ſegg ik.Racker! un denn willſt mi hir noch Spermang maken? Hei wull ſik noch wehren; äwer hir hülp kein Wehren un kein Beden. Rinne mit em! Nu kamm de Letzt, en oll lütt tauſam⸗ ſchräutes Männeken:Na, Brauder, wat büſt Du för ein?Nemen S' nich äwel, ſeggt hei,ik bün en Schaulmeiſter, heww nägentig Daler Gehalt un fri Wahnung in de Schaulſtuw', ſchriw all unſern Herrn Paſter ſine Schriwwten un heww dorför noch fri Tüftenland. Mi geiht't grad ſo as Sei: ik heww ok mal ſtudirt; Sei ſtimmen nich mit de Welt äwerein, un ik nich mit den Oberkirchenrath. Mi känen S'

ümmer leben laten.Ja, ſegg ik,olle Burs Olle Kamellen. II. 21

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