Teil eines Werkes 
5. Band, Olle Kamellen ; 2 (1867) Ut mine Festungstid / Fritz Reuter
Entstehung
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Ik ſäd Adjüs bi minen Herrn Oberſtleutnant un bi annere gaude Lüd' in de Stadt, packte mine ſäben Saken un gaww ſei mit Frachtgelegenheit. Den annern Morgen Klock vir namm ik en lütten Ränzel up den Puckel, bunn minen lütten Hund an de Lin, dat de Soldaten em mi nich weglockten, un gung as en frien Mann ut dat Dur, nah de Fenzirſche Mähl hentau.

As ik achter de Mähl kamm, kamm ik in de Haid 'ne troſtloſe Gegend! Sand un Dannenbuſch un Haid⸗ krut un Knirk, ſo wid dat Og reckt; Weg' gungen bi Weg', äwer wecke was de rechte? Ich wüßte keinen Beſcheid; ik ſet'te mi dal un mi kemen allerlei Ge⸗ danken.

So! Säben Johr legen achter mi, ſäben ſwore Johr, un wenn ik ok up Stun'ns in'n Ganzen luſtig dorvon vertellt heww, ſei legen mi dunn ſwor as Zentner⸗Stein up't Hart; in deſe Johren was nicks ge⸗ ſcheihn, mi vörwarts tau helpen in de Welt, un wat ſei mi mäglich nützt hewwen, dat lagg deip unnen in'n Harten begrawen unner Haß un Fluch un Grugel; ik müggt nich doran rögen;'t was, as ſüll ik Gräwer upriten un ſüll minen Spaß mit Dodenknaken bedriwen. Un wat lagg vör mi? Ne Haid mit Sand un Dannenbuſch. Weg'? Oh, vele Weg' führten dor dörch, äwer gah man einer ſo'n Weg, hei ſall woll mäud' warden. Un wecker was de rechte? Ik bün rechtſch gahn nicks as Sand un Dannen⸗ buſch; ik bün linkſch gahn dat Sülwige. Wo ik henkamm keine Utſicht! Ok de Minſchen wiren