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nicht? Und wenn ein Mädchen kam, was mir nämlich als Dienſtmädchen vorkam, fragte ich: Um Vergebung zu fragen, ſind Sie'ne Jungfer oder ſind Sie'ne Mamſell?— Damit bin ich durchgekommen.“— Dat wir ſchön, ſäd ik, äwer nu, hir in Däms, hadd hei denn ok woll ruhige Dag'.—„Arger,“ ſäd hei,„und böſe Buben gibt's allenthalben und hier erſt recht. Sehn Sie,“ ſäd hei un wiſ'e upeſin oll ihrlich Mund⸗ ſtück,„ich bin ein alter Mann, und die Vorderzähne ſind mir ausgefallen, und ich kann das„R“ nicht mehr deutlich ausſprechen. Wenn ich nun des Abends die Rhunde gehe und die Schildwacht ruft:„Wer da?“ dann antwort' ich„R—hunde“, und dann rufen dieſe böſen Menſchen immer:„Hunde vorbei!“
Ach, de olle gaude Mann! Hei hadd einige ſäbentig Johr lewt un was noch as en Kind, hei vertellte in de irſte halwe Stun'n einen wildfrömden Minſchen ſine ganze Lewensgeſchicht.—„Ne,““ ſäd ik, as ik de Trepp tau Höchten ſteg in min niges Quartier,„„duſendmal leiwer in Keden un Banden, as mit ſös un ſäbentig Johr Premier⸗Leutnant.““ 1
Gott ſei Lob un Dank! min Stuw' hadd keine iſernen Gardinen. Ik rümte min Habſeligkeiten en Beten in un gung wedder räwer nah den Oberſt⸗Leutnant.
Hir hadd ſik dat nu ſihr tau ſinen Vurthel ver⸗ ännert; min Herr Oberſt⸗Leutnant hadd en ganzes Neſt vull Döchter, ein ümmer ſchöner as de anner, de Fru Oberſtleutnantin was'ne gaude fründliche Fru, un männigen frölichen Nahmiddag un tauvertrulichen


