Teil eines Werkes 
5. Band, Olle Kamellen ; 2 (1867) Ut mine Festungstid / Fritz Reuter
Entstehung
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un nägen un dörtig äwer de Stadtbrügg führte, un de Schandor den Brüggentoll betahlte. As ik in den Gaſthuſ' ankamen was, treckte ik mi en ganzen hagelnigen ſwarten Kledrock un ſwarte Hoſen an de hadd ik mi in Gr.... up de Letzt noch maken laten, dat ik minen Großherzog Paul Fridrich doch kein Schand' makte, un hei doch keinen Lumpen in't Land kreg un lep minen Schandoren weg, nah'ne Tanten von mi, de as Wittfru dor wahnte un mi mit alle mäg⸗ liche Fründlichkeit upnamm. Dunner! wat was ik för'n Kirl worden! En ſwarten Liwrock hadd ik up den Liw', in de Taſch hadd ik Geld Franzing, weitſt noch? in't Gewiſſen hadd ik de königlich preuß'ſche Urphede, un nu hadd ik noch'ne gaude Tanten för de Nothfäll; äwer den preuß'ſchen Schandoren hadd ik doch nooch up de Hacken. Hei grep mi hir wedder, un nu hülp dat nich, ik müßt mit up de Feſtung.

Nu begaww ſik dat, dat den Stadtköſter ſine Klock grad vir ſlog, un dat de lütten Schauljungs ut de Schaul kemen, un as de den preuß'ſchen Schandoren tau ſeihn kregen, kamm hei ehr ſo niglich vör, dat ſei uns tau Gefallen wedder ümkihren deden, un as wi uns verbiſtert hadden un, ſtats rechtſch, linkſch gahn wiren, halten wi uns de annern lütten nüdlichen Gören ut de Elwſtrat un de ganze Gegend ok noch af, un nu gewen ſei uns mit allerlei Juchhei! dat Geleit up de Feſtung;

Ich aber gung mit Weinen Zu Däͤms woll über die Steinen.