Teil eines Werkes 
5. Band, Olle Kamellen ; 2 (1867) Ut mine Festungstid / Fritz Reuter
Entstehung
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Wer iſt Ihr Sohn?W..er ſitzt in S.... ſäd ſei ſtill un müggte woll denken, ik kennte em nich. Awer ik kennte em recht ſihr gaud, un'ne ordentliche Freudigkeit kamm äwer mi, dat ik hir recht wat Gauds ſeggen un vertellen kunn, denn hei was geſund blewen an Liw un Geiſt, un't wohrt nich lang, dunn ſatt ſin Vader bi uns un ſin Sweſter, en leiwlich Kind von ſäbenteihn Johren, un ik müßte vertellen von den Sähn un den Brauder, un ümmer wedder vertellen, bet de Schandor kamm un ſäd, nu wir't de allerhöchſte Tid. Ach, du leiwer Gott! ſo hadd't in min Vaderhus ok woll utſeihn, mäglich noch ſlimmer.

Un as wi bi Warnow äwer de Grenz kemen adjüs ok Preußen! dunn was't düſter worden, un as wi nah Grabow kemen un vör den Keller führten, dat wi de Nacht dorbliwen wullen, dunn ſäd'ne Stimm up de Ramp vör den Huſ':Gute Nacht, und morgen wollen wir das Nähere beſprechen. Un deſe Stimm hadd ik vör acht Johr taum letzten Mal hürt, as ſei mit mine tauſam Antwurd gaww in dat mündliche Schaulexamen, wo uns de oll Herr Konrekter frog: Wie viel mal iſt Conſtantinopel erobert worden? Un ik kennte deſe Stimm in'n Düſtern wedder, un wer mi dat nich tau glöwen will, de frag den Herrn Hof⸗ rath Franz Flürk tau Grabow.Gun Abend, Franz! röp ik ut den Wagen,täuw noch en beten! Un as ik nu mit minen Schandoren tau Rum un gegen't Licht kamm, freu'te de olle Knaw ſik ordentlich un ver⸗