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war. Doch eilten dieſe hinzu, entſchloſſen das Ihrige zu vertheidigen. Wolodna, Holoduk, Czernig, Volkmar waren die Vorderſten.
Der Reiſende, deſſen mit ſechs Pferden beſpannter Wa⸗ gen über Seite gefahren war, mußte ein vornehmer Mann ſein; er ſchien als Befehlshaber der Soldaten aufzutreten gegen die Ueberfallenen.
„Laßt keinen Wagen von der Stelle!“ gebot er den Soldaten, indem eben Wolodna mit Czernig als die beiden Erſten herbeiſtürzten,„ich will euch euren Beuteantheil nicht vorenthalten!“
„Herr des Himmels!“ rief Wolodna, als er den Frem⸗ den ſchärfer ins Auge faßte, zu Czernig,„das iſt....“ Er hatte das Wort noch nicht ausgeſprochen, als jener ſich zu ihnen umwandte. Es war Slawata.
Im erſten Augenblick hielt ein ſtummer Schrecken Alle, auch Slawata ſelbſt gefeſſelt. Allein er faßte ſich ſchnell.
„Ha! Treffe ich euch hier! Wir ſind hier auf böhmi⸗ ſchem Gebiet.— Der dort iſt mein Leibeigener“, rief er, auf Wolodna zeigend, dem Führer der Angreifer zu;„nehmt ihn gefangen. Laſſet dieſe Alle feſthalten“, gebot er.
„So ſetzt denn das Leben ein zum letzten male!“ rief Wolodna und legte ſeine Büchſe auf Slawata an. Doch er hatte kaum den Arm erhoben, als die rings her andrin⸗ genden Kriegsleute ihn und Czernig niederriſſen und ent⸗ waffneten. Der Schuß ging in die Lüfte. Er war das Zeichen zum allgemeinen Ueberfall.
„Ergebt euch oder wir ſchießen und ſtechen Alles nieder!“ rief der Befehlshaber.
Die Meiſten waren unbewaffnet, über die Hälfte Frauen und Kinder; da auf Einige, die fliehen wollten, geſchoſſen
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