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die wir gehen werden.— Wenn er durch das kleine Ge⸗ büſch iſt, muß er auf unſere Wagen treffen.— Wir ſoll⸗ ten uns zuhalten, ihnen näher zu ſein!“ ſetzte er leiſe hinzu; „ich möchte nur keine Beſorgniſſe erregen!“
„Beſſer Vorſicht als Reue“, entgegnete Holoduk.
Beide theilten Czernig und einigen andern Männern ihre Beſorgniſſe mit. Die Wanderung wurde beſchleunigt.
Wenige Minuten ſpäter kam der Reiſewagen aus dem Gebüſch, in welchem er verſchwunden war, wieder hervor; auf dem freien Raume mußte er die Laſtwagen der Aus⸗ wanderer kreuzen, die ſoeben dieſſeit den Wald verlaſſen hatten.
Die Fußwandernden waren noch einige Hundert Schritte entfernt, als der Reiſewagen mit dem Zuge ihrer Habſelig⸗ keiten zuſammentraf. Von beiden Seiten wurde angehalten. Ein Mann, der die Haltung eines Vornehmen hatte, ſprang aus dem Reiſewagen; er redete lebhaft zu dem Führer des erſten Wagens der Wanderer.
Von Unruhe getrieben über Das, was ſo nahe der Grenze ihnen noch begegnen konnte, eilten jetzt die Männer vollen Laufs zu dem Wagenzug hinüber quer übers Feld. Die Frauen folgten. Da blitzte es plötzlich am Rande des Waldes auf; ein Schuß fiel, gleich darauf mehrere, und eine Menge Bewaffneter ſtürzten aus dem Walde auf die Wagen zu, augenſcheinlich um ſie zu plündern. Ihr Führer war zu Pferd. Die Auswanderer ſtürzten nun gleichfalls herbei; der Schreckensruf der Frauen ertönte. Da die Fort⸗ ziehenden ohne erhebliche Waffen waren, das Kriegsvolk, welches ſie aus dem Walde überfiel, aber vollſtändig aus⸗ gerüſtet, ſo waren nach wenigen Augenblicken des Tumults die Wagen von ihren Führern verlaſſen, bevor ihnen die
unzureichende Hülfe der Fußwanderer nur nahe gekommen


