Teil eines Werkes 
5. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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aus, was an Rührung, Dank, Liebe und Gottergebenheit ſeine Seele erfüllte. Die Gattin und die Kinder knieten ihm zur Seite auf der Schwelle ſeines Hauſes. Wie auf einen Schlag ſank die ganze Schaar der Verſammelten auf die Knie. Ein ſtummes, aber inbrünſtiges Gebet ſtieg em⸗ por von den Tauſenden in die blauen, reinen Höhen des Himmels.

Finſtren Sinnes ſchauten die Gegner und Herren in der Stadt auf Das, was geſchah; allein ſie trugen Be⸗ denken, es hindern zu wollen, noch gewaltigerem Ausbruch der Herzen, vielleicht die nichts mehr fürchtende Verzweif⸗ lung ſcheuend.

Lippach weigerte ſich, den Wagen zu beſteigen, dem das Volk das Geleit geben wollte.Ich gehe, wenn ihr mich geleiten wollt, mitten unter euch, meine Brüder!

Die Kinder und die Mutter nur, die ſich überwältigt von dem Drange der Gefühle nicht auf den Füßen halten konnten, wurden auf den Wagen gehoben. So bewegte ſich der Zug langſam vorwärts.

Zunächſt an Lippach gingen Jakob Steffeck und der alte ſilberhaarige Meiſter Duſſek; dicht hinter ihnen Volk⸗ mar, den es ebenfalls in die Heimat drängte. 3

Mich bekümmert nur, ſprach Lippach wehmüthig leiſe zu Duſſek,wie wir den armen Baſilius zurücklaſſen.

Er iſt abgefallen in ſeiner Menſchenfurcht!*) ſagte Duſſek finſter.

Der Herr erbarme ſich ſeiner Seele! ſeufzte Lippach.

Sie hatten den großen Ring erreicht, ein furchtbar er⸗ ſchütternder Schauplatz für Alle, für Lippach zumal. Seine Kirche war ihm zur Rechten, die Blutbühne gegenüber.

*) Hiſtoriſch.