geſperrt!“ antwortete der Lanzenknecht und hielt die Lanze abermals vorgeſtreckt.
„Ich bitte Euch“, hub Wolodna nochmals an.
„Keinen Schritt!“ rief der Soldat rauh und drängte ihn an der Schulter zurück.—„Da kommt ſchon die Runde“, ſetzte er hinzu,„ſeht zu, ob es der Offizier er⸗ laubt.“
Hufſchlag wurde hörbar; es näherte ſich ein Commando.
Wolodna erſchrak. Von einem Trupp dieſer rohen Ge⸗ ſellen war Vieles zu fürchten; mindeſtens genauere Nach⸗ forſchung, Aufenthalt, vielleicht Verhaftung... Die Frauen zitterten; ſie durften es noch vor Schlimmerem!
„Was gibt es hier?— Wer ſind dieſe Leute?“ fragte der Offizier, der ſeinen Leuten etwas vorangeſprengt war.
Wolodna erzählte und bat.
„Mögt Ihr laufen!“ antwortete der Offizier.„Es ſind da noch ein paar, die hinauswollen, hinter uns!“ fuhr er zu der Schildwache fort.„Du kannſt ſie paſſiren laſſen. Wir werden ſie drüben melden, daß man ſie dort durchläßt.“
Er ritt vorwärts. Wolodna und die Frauen folgten dicht hinter ihm in der Beſorgniß, es könnte ſonſt doch noch ein Hinderniß für ſie eintreten. Der Offizier bemerkte ſie erſt, als ſie ſchon auf der Brücke waren.
„Holla!“ rief er,„nicht ſo voreilig; hinter meinen Leuten folgt ihr!— Trab!“ commandirte er zurück; die Reiter gehorchten; die Wandernden ſprangen eilig auf die Seite, um den Trupp vorüberzulaſſen.
„Gott ſei Dank!“ ſagte Wolodna,„daß dieſe Geſellen ſo ſchnell an uns vorbei mußten. Wer weiß, was wir ſonſt noch hier erfahren hätten! Beeilt euch nur, daß wir auch nicht unter die Leute, die nachfolgen ſollen, gerathen.


