Teil eines Werkes 
5. Band, 2. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Er wußte, daß in dem Verhör zwei Henkersknechte zu⸗ gegen geweſen waren, die ihr die Marterinſtrumente und ihren fürchterlichen Gebrauch zeigen mußten. Für den näch hſten Tag war ihr die Folter ſelbſt angedroht. Seitdem lag ſie in der Betäubung des Entſetzens.-

Borbonius ſtreifte ihr ſanft mit der Hand über die von kaltem Schweiß bedeckte Stirn.Sei ganz ruhig, wie⸗ derholte er nochmals, ihr liebkoſend,deine Leiden ſollen nun ein Ende haben. Sie ſah ihn ungewiß, immer noch in Angſt an.

Laſſet ſogleich eine s Traghägte mit Kiſſen herabbringen, und in einer erwärmten Zelle droben ein Bett für die Kranke bereiten, gebot Borbonius der Schweſter Schließerin. Ich ſelbſt will ſie dahin geleiten.

Die mitleidige Schließerin eilte; ſie ließ die Lampe zu⸗ rück. Bor alle bei der Gefangenen und ſprach ihr ichſt allmählich

Zittre ſiebes Kind, es wird nun Alles beſſer werden!

Mich friert nur ſo ſehr, erwiderte f

Du ſollſt bald warm gebettet ſein! tröſtete er.

Die Bahre wurde gebracht. Nach einigen Minuten be⸗ fand ſich die Gefangene in einer wohlerwärmten, hellen, geräumigen Zelle des obern Stockwerks.

Borbonius befahl, daß ſie, während er die Aebtiſſin an ihrem Krankenlager beſuche, völlig umgekleidet und in das für ſie bereitete Bett gebracht werde. Als er ihr zum Abſchied die Hand reichte, fragte ſie kaum hörbar: Träume ich denn das Alles?

Pflegt die Kranke auf das ſorgſamſte, gebot er draußen einer der frommen Schweſtern;gebt ihr zur Er⸗