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es vermag. Wollt Ihr, Mansfeld, ſo laßt uns zu⸗
ſammenhalten. Ich werbe ſchon ringsher in Städten und
Dörfern. Es wird uns an Leuten nicht fehlen, wenn es
uns nicht an Geld fehlt, und das denke ich zu ſchaffen.
Die ſilbernen Gefäße und Bildſäulen in den Kirchen, ab⸗
ſonderlich die der Apoſtel, will ich in ſilberne Thaler
verwandeln. Denn es ſteht geſchrieben:„Sie ſollen ausgehen in alle Welt!»“
„Ha, ha, ha!“ lachte Mansfeld nochmals auf.„Das nenne ich mir brave Apoſtel! Die predigen ein Evange⸗ lium, was die ganze Welt gern hört!“
Hayd lächelte; Mansfeld las weiter:
„Auf die Thaler will ich meinen alten Wahlſpruch ſetzen:
«Gottes Freund, der Pfaffen Feind.»“
„Brav, ſo halt' ich's auch“, warf Mansfeld dazwiſchen, „obwol ich ſelbſt ein Stück von einem Geiſtlichen bin; und auf meine Fahne ſchreibe ich:„Für Gott und Sie!»“
„Ihr ſeid der Einzige, Graf Mansfeld, der Böhmens
Sache wie ein eiſerner Löwe feſtgehalten hat; ſo werdet
Ihr ſie auch jetzt nicht loslaſſen. Wollt Ihr Euch zu ſolchem Kampf mit mir vereinen, ſo laßt mich's ſchleunig wiſſen, und ſeid und bleibt mit mir immerdar:„Gottes
Freund und der Pfaffen Feind!»
Chriſtian Herzog von Braunſchweig, Adminiſtrator des Erzbisthums Halberſtadt.“
„Das will ich!“ rief Mansfeld.„Der Bundesgenoſſe kommt zur rechten Zeit! Nicht wahr, Hayd? Gottes Freund und der Pfaffen Feind!) das bin ich von jeher geweſen und will's auch bleiben. Und Ihr auch und wir Alle, denke ich!“
„Der Herzog Chriſtian ſcheint mir ſeinen Degen mehr
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