Teil eines Werkes 
5. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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Gebirge ſo kläglich ergeht, und treffen hier neues ſchreckliches Unheil!

Es läßt ſich nicht mehr ertragen bei uns, ſagte Czernig,wir denken daran, der Heimat den Rücken zu kehren, ſo bitter es thut!

Ja, beſtätigte Holoduk finſter,die Feſtung iſt nicht mehr zu halten! Wir können nur noch zuſchauen, daß wir

beſtmöglichſten Abzug erlangen!

Ihr habt Recht, ihr habt Recht, Freunde, antwor⸗ tete Steffeck.Wenn es ſo hereinbricht wie hier über uns.... da müſſen wir wandern, und wäre es in die Wüſte.

Wir wollten hier darüber Rückſprache nehmen mit un⸗ ſeren Brüdern und dem Herrn Adminiſtrator des Conſiſto⸗ riums, um ſeine Meinung und ſeinen Rath zu hören, ſagte

Chlodzek zu Baſilius.Denn unſere Kirchen haben ſie ge⸗

ſchloſſen; kaum in den Häuſern, ganz verſtohlen, können wir uns zum Gottesdienſt und Gebet verſammeln. Alles andern Druckes, aller Gewaltthätigkeit nicht zu gedenken, die bei uns verübt wird!

Unſere Kirchen ſind noch nicht geſchloſſen, antwortete Baſilius,allein wer kann wiſſen, was heut oder morgen

geſchieht?

Genug, ich marſchire, nahm Holoduk das Wort auf. Ich bin über die ſiebzig und hatte gedacht ins Quartier zu rücken auch auf dieſer Erde, und Ruhetag zu halten, bis ich abgerufen würde ins große Hauptquartier da droben! Allein es ſoll nicht ſein. Marſchordre habe ich wol nicht; aber der Feind gibt ſie mir, denn er treibt mich aus! In Gottes Namen denn noch einmal, Gewehr auf und vor⸗

wärts Marſch, ſolange es die alten Füße aushalten wollen!