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aufgefordert und vorgeladen, ſich binnen ſechs Wochen vom heutigen Tage an in dieſer Stadt Prag vor dem kaiſerlichen, eingeſetzten Gerichte einzufinden und zu ſtellen, widrigenfalls ſie als Beleidiger der höchſten Majeſtät ihr Hab und Gut, Ehre und Leben verlieren und ihre Na⸗ men durch den Henker an den Galgen geheftet werden ſollen.“*).
„Güter, Ehre und Leben!“ wiederholte Baſilius am ganzen Körper bebend.„Alſo das iſt es, was den Un⸗ glücklichen bevorſteht, die in ihre Hand gefallen ſind!“
„Hab und Gut und Leben können ſie nehmen“, ant⸗ wortete Steffeck,„aber die Ehre ſeines Namens werden ſie Keinem rauben!“
„Still, ich bitte Euch“, ſprach Baſilius leiſe, der ſein Auge zur Seite gewandt hatte.„Es kommen dort Leute, deren Geſichter nichts Gutes ſagen!“
Es war Zaloska, welcher mit zwei Soldaten von der Moldaubrücke her die Gaſſe herunterkam. Im Gegenſatz zu den bleichen, ſchweigenden Geſichtern der Bürger Prags, ſtrahlten dieſe in brennender Röthe, und widerliches Lachen und Lärmen erſcholl aus ihrem Munde. Zaloska, der von Thyßka zu Slawata gegangen war und auch dort einen reichlichen Lohn empfangen hatte, war mit ſeinen Genoſſen
in einer Schenke geweſen, wo ſie ſich ſchon am frühen Mor⸗
gen durch unmäßigen Trunk erhitzt hatten.
„Bei Gott, dabei iſt der Nichtswürdige, der den un⸗ glücklichen Stadtſchreiber ſo verhöhnte“, flüſterte Steffeck dem Doctor zu.„Laßt uns den Leuten ausweichen!“
„Wohl! Ja wohl! Denn dieſem Volke zu begegnen


