Teil eines Werkes 
5. Band, 1. Abtheilung (1858)
Entstehung
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vorhin geſchah es! O das muß ein großer Schatz für ihn ſein! ſeufzte Rippell aus tiefſter Seele.

Budowa drückte ihm ſtill die Hand.Sie beſucht ihn nur? fragte er nach einer Weile,doch iſt es jetzt ſchon ſo ſpät in der Nacht!

Heut hat ſie, wie mir der Schließer erzählt, auf vie⸗ les Bitten die Erlaubniß erhalten, die Nacht zu bleiben, weil der Arme ſo ſehr krank iſt und leidet, daß ſie beſorgt, er könne über Nacht verſcheiden.

Eine leiſe weibliche Stimme ſang die Melodie des Lie⸗

des:Jeſus meine Zuverſicht!

Beide lauſchten. Das Lied verſtummte. Sie ſaßen in frommer Andacht. Ihre Lampe flackerte nur noch matt.

Es iſt wol Zeit, mein Bruder, die Lagerſtatt zu ſuchen, ſagte Rippell endlich.

Ob wir die Ruhe finden werden? fragte Budowa vor ſich hin.

Der Herr wird uns ſeinen Frieden ſenden! antwor⸗ tete Rippell.

Sie ſchickten ſich zur Nacht an, beteten ſtill und legten ſich nieder.

Rippell löſchte die Lampe. Sanfter Schlaf, der Troſt der Gerechten, hüllte ſie ein.