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„Nur für dieſe Nacht“, ſagte er kurz und rauh;„mor⸗ gen wird Raum geſchafft.“
Sie waren wieder allein. Rippell fragte nach Mar⸗ garethen. Auch dieſe hatte er ſeit ſeiner Haft nicht ge⸗ ſehen. Budowa konnte ihm nur ſagen, wo ſie ſei, nichts von ihrem Ergehen.“ 3
„Und ich weiß nur, daß dieſes treue Kind ſich beharr⸗ lich für meine Tochter ausgibt, wiewol ich ſelbſt es beharr⸗ lich abweiſe in den Verhören, die ich beſtehen muß.“
„ Sie iſt wahrhaft auch deine Tochter durch ihre Liebe!“ erwiderte Budowa.
„Mein Herz jammert um Beide!“
„Was begehren denn die Gewalthaber von Euch?“ fragte Budowa.
„Sie begehren“, ſagte Rippell ernſt,„ich ſoll ihnen Dinge überliefern, die nicht mein ſind. Kleinodien, Schrif⸗ ten, Geheimniſſe meines gnädigſten Herrn des Königs. Von Vielem, was ſie muthmaßen, weiß ich gar nichts; Das, was mir zu verbergen gelang, darf ich ihnen nicht über⸗ geben, und was ich weiß, nicht verrathen. So helfe mir Gott!“
„Und das arme Mädchen?“ 3
„O ich fürchte, ſie quälen ſie mit gleichen Fragen, die ſie nicht zu beantworten vermag. Es erbittert unſere Richter und vermehrt ihren Verdacht, daß ſie meine Tochter ſein will und ich ſie doch verleugnen muß. Allein ſie beharrt, um meiner Agathe die Freiheit zu bewahren. Das dank⸗ bare, treue Herz! Ich wollte ja den Tod nicht ſcheuen, wenn ich ſie nur retten und befreien könnte!“
Schweigend ſaßen nach dieſen ſchmerzlichen, aber den⸗ noch tröſtenden Ergießungen beide Männer beieinander in Kummer und Sorge verſenkt. Budowa gedachte der Ver⸗


