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mein Troſt. Es war mein Paradies und hat mir ſüße Früchte getragen.“*).
So ſprachen die Freunde miteinander; die Genoſſenſchaft des Unglücks ſchmolz ihre Herzen wärmer zuſammen in dieſer flüchtigen Minute, als es das Leben in Glück und Glanz in Jahren gethan. Sie erkannten tief die tröſtende Wohl⸗ that des Himmels in dieſer Begegnung; ſie gelobten ein⸗ ander brüderliche Treue in dem drohenden Unglück, und das Herzenswort des brüderlichen„Du“ floß unbewußt von Lippe zu Lippe.
Auch eine glückliche Vorbedeutung ſahen Beide darin, daß ſie in dieſer ſchweren Zeit der Prüfung ſo wunderbarer⸗ weiſe einander nahe geführt waren.
„Laß es uns nicht einen Zufall nennen, mein Bruder“, ſagte Budowa,„was Gott ſo gnadenreich gefügt hat. Jeg⸗ licher Verſuch, auch nur einen Augenblick zu dir zu dringen, dir nur ein Wort zukommen zu laſſen, war vergeblich. Und jetzt werde ich von unſeren Feinden ſelbſt zu dir einge⸗ ſchloſſen!— Nur auf eine Nacht— aber wäre es nur auf eine Minute geweſen, ſie wäre eine köſtliche Perle! Das fügte die gnadenvolle Vorſehung Gottes ſelbſt!“
„ Und wir wollen ihm danken von ganzem Herzen und von ganzer Seele!“ erwiderte Rippell.„Er fängt die Wei⸗ ſen in ihrer Liſtigkeit— er hilft dem Armen vom Schwert“, fügte er fromm hinzu mit den tröſtenden Worten der Schrift, die er ſoeben geleſen.——
— Das Geſpräch der Unglücksgefährten wurde unter⸗ brochen durch das Raſſeln der Schlüſſel des Kerkermeiſters an der Thür. Er brachte mit einem Gefängnißdiener eine Bettſtelle herein, die für Budowa beſtimmt war.
*) Hiſtoriſches Wort Budowa's.


