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„Die ſächſiſche Grenze iſt bald erreicht!“
„Und der Weg auch bald zurückgemeſſen“, antwortete Thyßka lächelnd.
„Wie das? Wären die Vögel flügge geworden, wer hätte ſie uns in den Käfig zurückgeſchafft?“
Thyßka gab jetzt auch Martiniz ſchweigend den Brief. Ein Blitz der Freude, des Staunens ſchoß aus den finſtren Augen deſſelben, als er las.„Unglaublich!“ rief er. „Schlick unſer! Ausgeliefert! Unerhört! Aber ein Meiſter⸗ ſtreich von euch ihr Herren!“
„Ihr ſeht nun wohl, Herr Obriſtburggraf“, nahm Thyßka wieder das Wort,„daß Graf Tilly's Anſicht von der Sache uns nicht ſo überaus gefährlich werden konnte.— Die Flucht gelang ſchwerlich Einem; ein Dutzend hätte ſich vielleicht verſteckt, ein paar Monate auf der Folter der Angſt gelegen, und zuletzt wäre dennoch Keiner ſeinem ge⸗ rechten Schickſal entgangen!“
„Einer iſt es doch!“ antwortete Martiniz und ſein Auge flammte.„Und für den Einzigen ließe ich Euch alle die Andern! Thurn fehlt noch!— Thut jetzt, was Ihr wollt, das Haupt habt Ihr der Hydra doch nicht abge⸗ ſchlagen!“
„So wollen wir wenigſtens thun was wir können!“ entgegnete Slawata.„Wir müſſen die Mitglieder der Commiſſion ganz für unſere Meinung gewinnen; ſie ver⸗ ſammelt ſich um elf Uhr, und Fürſt Liechtenſtein iſt pünkt⸗ lich. Wir haben noch anderthalb Stunden. Ich ſelbſt will nochmals mit Liechtenſtein, mit dem Präſidenten von Tallenberg und dem Reichshofrath Läming Rück⸗ ſprache nehmen. Wollt Ihr, Martiniz, es übernehmen, mit Adam Waldſtein zu ſprechen?“
„Der Herr Oberlandhofmeiſter wird uns die meiſten


