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behandelt, aber ſcharf bewacht, und nach Wien geſendet. Dort iſt er jetzt unter ſtrenger Obhut.“*)
Eliſabeth hörte dieſe Nachrichten mit einem dankbaren Blick zum Himmel. Doch in ihrer ſorgenvollen Seele er⸗ wachte ſogleich wieder der Zweifel.„Iſt die Botſchaft auch ſicher?“ fragte ſie.
„Unzweifelhaft, beſte Mutter. Fürſt Chriſtian, der Vater, hatte ſogleich eine Nachricht von dem Fürſten Eggenberg über die Ankunft des Prinzen in Wien erhalten. Und vor drei Tagen iſt ein Bote mit Briefen von ihm ſelbſt für ſeine Aeltern in Breslau eingetroffen, den auch ich geſpro⸗ chen habe. Bis dahin war der Prinz ſo ſtreng überwacht worden, doch eben als der Bote abging hatte er die Er⸗ laubniß erhalten, auf ſein fürſtliches Wort frei in der Stadt zu verkehren. Er wird gewiß auch uns unverzüglich ſchreiben, ſobald er nur unſeren Aufenthalt kennt.“
Die ſanfte Freude in Eliſabeth's Zügen hatte ſich während dieſer Worte ihres Sohnes wieder in tiefe Wehmuth verwan⸗ delt.„Ach, mein Sohn“, ſagte ſie,„wir ſind ſo unglücklich jetzt, daß ſelbſt die glücklichſten Ereigniſſe zu den ſchmerzlich⸗ ſten werden! Der Prinz lebt,— für uns, für deine Schwe⸗ ſter bleibt er todt! Ihr Bündniß iſt für ewig getrennt!“
„Nein, Mutter!“ rief Heinrich lebhaft,„ſo denke nicht von ihm! Er bleibt ihr treu! Es trennt ihn nichts von ihr!“
„Mein lieber Sohn; Gott iſt mächtiger als der Menſch! Er hat dies Verhängniß geſandt. Das Bündniß war ſchwierig, in den Tagen unſeres Glücks; es iſt unmöglich jetzt! Ein Sieg, der Böhmens Schickſal glücklich entſchied, hätte vielleicht auch das dieſer Liebenden glücklich entſchieden. Jetzt reißt der furchtbare Sturz Alles in den Abgrund!—
*) Hiſtoriſch.


