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„Wenn man Euch nur nicht einmal entdeckt“, wieder⸗ holte Lippach beſorglich.
„Ich will ſchon aufpaſſen! Mein Hals ſteckt freilich immer in der Schlinge. Aber das macht nichts. Ich habe mir's nun einmal vorgeſetzt, jetzt will ich ein ehrlicher Kerl bleiben und den braven Leuten und der frommen Sache die⸗ nen, der ich vordem manchen Schaden zugefügt.— Und faſſen ſie mich einmal, die tückiſchen Schufte da drüben, ſo weiß ich, was ich zu thun habe! Den Spaß, mich wie zehn Hunde abzuſchinden und zu martern, ehe ſie mich ans Galgenholz liefern, ſollen ſie nicht haben! Es iſt geſorgt, daß ſie mich nicht lebendig kriegen! Das wird mir unſer Herrgott wol vergeben, nicht wahr, Herr Pfarrer?“
„Wir wollen beten, daß er es gnädig verhüte“, ant⸗ wortete Lippach.
„Das hätte ich gerade heut recht nöthig, Herr Pfarrer. Ich habe da etwas übernommen, ein bischen ein ſchweres Kunſtſtück!“
„Und das wäre?“
„Seht, die arme Jungfer Agathe jammert mich ſo ſehr! Sie möchte gern ihrem Vater Nachricht von ſich geben— und etwas von üm erfahren— ich ſoll ihm ein Zettelchen zuſtellen.“
„Wenn das nur möglich ſein wird?“ ſagte Lippach be⸗ ſorglich.
„Schwer— aber ich hoffe doch! Allein gehabt Euch wohl, Herr Pfarrer; ſonſt wird es Tag, ehe ich aus dem Hauſe komme, und ich wollte mich lieber am Galgen ſehen, als daß mich irgend ein ſpionirender Halunke hier heraus⸗ ſchleichen ſähe.“
Er eilte fort. Lippach ging die Stiegen hinauf in ſein Arbeitszimmer.
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