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lich, wenige Schritte entfernt, zwei lebende Männer, be⸗ ſchäftigt, die Gefallenen zu plündern. Sie fuhren auf, da ſie der Lichtſtrahl traf; Thereſe ſah nur wilde, bärtige Ge⸗ ſichter. Ihr blieb nicht Zeit zum Schreck, denn die Plün⸗ derer ſelbſt entſetzten ſich und ſtürzten eilenden Laufs davon, vor der Geiſtererſcheinung, die ſie zu erblicken glaubten. Es waren abergläubige Koſacken von der Hülfsſchaar in dem kaiſerlichen Heer; Halbwilde, die nur Mord, Raub und thieriſche Gier der Sinne kannten; die Schrecken des unglücklichen Landvolks, die Geiſel aller Ueberwundenen. Das Grauen, Dieſen, die keinen Gott kannten und an keinen glaubten, kein Erbarmen übten, in die Hände zu fallen, durchzuckte Thereſen. Aber ſie glaubte an einen Gott und hegte Liebe und Erbarmen in der Bruſt; darum ſchritt ſie bald ermuthigt weiter. Sie gedachte, ſich beruhigend, daß ſie gegen die äußerſte Gefahr die Rettung bei ſich führe. Der jenſeitige Schluchtrand war jetzt nicht mehr ſo ſteil; ſie ſtieg ihn hinan, um die Richtung zu verfolgen, in der ſie das Schlachtfeld, wo Taver gefochten hatte, vermuthete. Einiges Gebüſch bekränzte hier die Höhe und deckte ihre Geſtalt, als ſie wieder emporgeſtiegen war. Sie durchſchritt die entblätterten Geſträuche; weiterhin kam ſie in ein Ge⸗ büſch von Nadelholz, das ſie ganz den Blicken barg; doch waren es nur wenige Schritte, die ſie in demſelben zurück⸗ legte, bis ſie jenſeits hinaus wieder ins Freie trat. Bevor ſie zwiſchen den letzten Geſträuchen hindurchſchritt, ſtand ſie ſtill und lauſchte, denn ſie glaubte außer dem hohlen Brau⸗ ſen des Windes ein Geräuſch von Stimmen zu vernehmen. Sie täuſchte ſich nicht; es war in ihrer Nähe. Sie deckte die Leuchte mit dem Mantel und lauſchte zwiſchen den Zweigen der letzten Fichtengebüſche hindurch, nach dem freien Felde hinaus. Kaum funfzig Schritte entfernt, erblickte ſie


