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wegte ſich, die Augenſterne wandten ſich dem Licht ent⸗ gegen.
„Du lebſt?“ fragte Thereſe mit bebender Stimme.
Ein matter Seufzer gab ihr Antwort. Sie faßte die Hand des Unglücklichen; es war noch Lebenswärme darin. „O könnte ich ihn retten— ein ſo holder Jüngling!“ zitterte es durch ihre Bruſt. Ein dankbarer Blick des mat⸗ ten Auges wandte ſich ihr zu, da ſie ſich über den Ster⸗ benden beugte.
„Gott!“ rief ſie unwillkürlich,„dieſe Züge ſollte ich kennen!“
Der Jüngling blickte ihr mit einer dunklen Ahnung in das beleuchtete Angeſicht. Plötzlich wurden ihre dämmern⸗ den Erinnerungen zur Gewißheit.
„Du biſt von Groß⸗Lasken“, ſagte ſie erſchüttert.— Es war der Knabe aus der Köhlerhütte, wo ſie und Xaver Aufnahme gefunden.—
Auch er ſchien ſie zu erkennen, wie ein leiſes, ſchmerz⸗ lich lächelndes Zucken in ſeiner Miene verrieth.
„Meine Mutter!“ bebte es von ſeiner Lippe. Er ver⸗ mochte die aus ſeinen brechenden Augen ſchimmernde Bitte eines Grußes nicht mehr auszuſprechen.„Mein Heiland!“ hauchte er,— und ſo entfloh ſeine Seele.
„So jung, ſo ſchnell wieder, hat dich dein Geſchick auf das ſchaurige Feld des Todes geführt!“ ſprach Thereſe weinend, indem ſie ihm ſanft die Augenlider zudrückte; „und diesmal hat die Obhut des Himmels dich nicht be⸗ ſchirmt! Arme Mutter!— Gott, deine Schickungen ſind furchtbar!“ ſeufzte ſie vor ſich hin, indem ſie, ihre ganze Kraft zuſammenraffend, ſich wieder erhob.
Sie ſchwankte erſchüttert weiter. Die Schlucht wandte ſich in einer ſcharfen Krümmung. Da gewahrte ſie plötz⸗
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