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thore! Seine Leute ſind von den Nachtmärſchen, von der Arbeit der Schlacht, von Hunger und Krankheit todeser⸗ ſchöpft. Die unſern, nur heut vom blinden Schrecken fort⸗ geriſſen, brennen, ihren Schimpf auszulöſchen; Prags Bürger wären uns zu Hülfe geeilt; wir hätten im Dunkel des Abends einen Ausfall gemacht, denn in Stift Strahow haben wir ſiebzehn Fahnen geſammelt, fünf allein von Heinrich's Regiment, die ſich im muthigen Kampf durchge⸗ ſchlagen. Paniſchen Schrecken würde ein ſolcher Ueberfall in das Heer der Gegner geworfen haben; es wäre zerſtreut worden auf alle Straßen Böhmens. Und hätte es ſich wieder geſammelt, ſo mußten Hunger und Elend es ver⸗ derben in der Winterſtrenge vor Prags unerſtürmbaren Mauern! Vollends wenn Mansfeld es im Rücken an⸗ griff!“ 5 „Und das Alles geſchieht nicht?“ fragte Eliſabeth die Hände zum Himmel erhebend.— Thereſens Auge flammte Zorn!
„Es geſchieht nicht, wie wir auch dafür gekämpft. Ich, Olbramowitz, Caplicz.... Dem König iſt jjede Schwinge des Muthes gelähmt; die Königin ſieht nur Schrecken hier, nur Heil in der Flucht!“
„Und was geſchieht nun“, fragte Lippach zögernd.
„Was geſchieht?“ entgegnete Thurn bitter.„Wir haben ja acht Stunden Waffenſtillſtand gewonnen, damit
der König Raum habe.... zur Flucht! Vergebens flehte
der Greis Caplicz für eine kühne Erhebung, vergebens war mein Rath und Zürnen, vergeblich des kühnen Olbramowitz Feuerworte; der König fürchtet den Verrath der Böhmen! Fürchtet ausgeliefert zu werden an die Feinde, von den Bürgern Prags ſelbſt, um ſich dadurch Erlaß der Strafe zu erkaufen!“


